Nockenwellen werden aus Stahl oder Gusseisen hergestellt. Ausgangsprodukt der Stahlnockenwellen ist Stangenmaterial, anschließend genau bearbeitet und an der Oberfläche induktionsgehärtet bzw. zementiert. Nockenwellen aus gehärtetem Gusseisen werden durch Gießen von Eisenlegierungen hergestellt. Das verwendete Stahlmaterial für Nockenwellenerstellung unterscheidet sich zu Gusseisen durch die Materialstruktur, hauptsächlich durch Anteil von Kohlenstoff – max. 2,11%. Bei Kohlenstoffanteil über diesen Wert sprechen wir schon von Gusseisen.

TIPP: Lesen sie, welche Risiken entstehen bei Nichteinhaltung der richtigen Reihenfolge beim Austausch der Nockenwelle und wie man diesen Risiken vorbeugen kann.

Beide Materialien unterscheiden sich im Strukturaufbau, respektive durch die Anordnung der Atome in den Kristallgittern und damit in der unterschiedlichen Zähigkeit und Härte.  Die Herstellung der Nockenwellen ist aufwendig auf die Präzision. Die Überwachung der geometrischen Konturen wir durch Lasermessungen durchgeführt. Stahlnockenwellen vertragen größere mechanische Beanspruchung als die gusseisernen und sind vergleichbar mit den OE-Nockenwellen. Nockenwellen aus gehärtetem Gusseisen haben härtere Oberfläche, deren Herstellung ist einfacher und sind günstiger in dem Aftermarket. Das heißt aber nicht zwangsläufig, dass diese kürzere Lebensdauer haben – bei Einhaltung der richtigen, durch den Hersteller vorgeschriebenen Vorgehensweise bei der Demontage und Montage der Nockenwelle, ist es möglich bei einigen Motorentypen die Stahlnockenwelle durch gusseiserne zu ersetzen. 

 

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